Malin Persson Giolito – Im Traum kannst du nicht lügen

IMG_4612Stockholm: Nach einem Blutbad an einem Gymnasium steht die achtzehnjährige Maja vor Gericht. Sie hat geschossen, und unter den Toten sind ihre beste Freundin Amanda, ihr Freund Sebastian und der Lehrer Christer. Wie konnte es dazu kommen, dass dieses einstmals so beliebte Mädchen zur meistgehassten Person Schwedens wurde? Und ist sie überhaupt eine Mörderin? (Quelle: Bastei Lübbe)

Meine Meinung

Maja wurde angeklagt. Und zwar soll sie mitschuldig an den Amoklauf an ihrer Schule sein, den ihr Freund verübt hat. Sie soll ihn und ihre beste Freundin erschossen haben. So begleiten man als Leser Maja im gesamten Verfahren. Egal ob die verschiedenen Termine vor Gericht, ihre Zeit im Gefängnis oder wie alles war vor diesem Tag. Was man bis zum Schluss als Leser nicht weiß ist, ob sie nun schuldig ist und wenn ja aus welchen genauen Grund sie so gehandelt hat.

Man ist so gleich mitten in den Verhandlungen bekommt die Anklagen an Maja schnell dargestellt.
Abwechselnd erzählt Maja eben wie es damals war. Welches Verhältnis sie zu ihren Freunden hatte, zu den übrigen Opfern und zu dem mutmaßlichen Täter.
Maja erzählt hier vieles sehr nüchtern und sachlich. Was für mich zu Anfang etwas schwer war, mich in sie hinein zu versetzen. Aber im weiteren Verlauf wird dies aber deutlich besser. Man weiß auch schnell warum sie manche Dinge so sachlich und ohne jede Gefühlsregung „erzählt“.
Was ich aber sagen kann, dass unabhängig davon was Maja getan haben soll ich sie, sowie ihre Freunde und Familie nicht wirklich sympathisch fand. War jetzt nur mein persönliches Empfinden und tut auch für die übrige Geschichte nicht wirklich was zur Sache.
Aber man hat irgendwie kein Mitleid mit ihr, vielleicht ist dies auch größtenteils zu beabsichtigt. Im Grunde hat mir die Idee und der Aufbau des Buches gefallen, aber teilweise zog es sich einfach. Man weiß lange nicht, was genau nun passiert ist, dann sind immer wieder Erzählungen aus der Vergangenheit und es macht es irgendwie schwierig in die Geschichte „einzutauchen“.
Was mich auch überrascht hat, ist das die Tat an sich wenig vorkam. Ich dachte zunächst, dass man auch teilweise, wie bei „54 Minuten“ auch mit drin wäre und anschließend, das Verfahren weiter erläutert wird, aber so war es nicht. Manchmal wurde kurz in die Schule geschweift, aber wie gesagt nur sehr kurz. Fand ich tatsächlich etwas Schade, weil so vielleicht mehr Abwechslung reingekommen wäre.
So richtig sich der Haupteil auf das Gericht und Geschichten aus der Vergangenheit.

Fazit

Es ist zwar interessant die Story aus dieser oft recht sachlicher Sicht zu lesen, aber an manchen Stellen musste ich mich dann doch durchbeißen.
Dennoch war es mal ein anderes Buch und anders als ich vielleicht erwartet hätte.
Ich kann zudem auch gut nachvollziehen, warum dieses Buch in Schweden so viel Zuspruch erhielt, denn inhaltlich ist es wirklich interessant.
Da es vor allem authentisch gehalten wurde, da die Autorin selbst lange Rechtsanwältin war.
Auch wenn so meine Schwierigkeiten hatte, ist es definitiv kein schlechtes Buch.
Im Gegenteil ist es sehr ansprechend für jemanden, der sich näher mit solch einer Thematik auseinandersetzen möchte. Mir nur etwas an manchen Stellen zu zäh.

3-5-sterne

Hierbei handelt es sich um ein Rezensionsexemplar, welches mir vom Bastei Lübbe Verlag zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung ist dennoch meine eigene.

 

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