Als ich Amanda wurde – Meredith Russo

Über die erste Liebe und die Angst, nicht akzeptiert zu werden

Amanda Hardy hieß nicht immer Amanda. Früher war sie Andrew. Jetzt hat sie endlich die Operationen hinter sich und ist auch biologisch ein Mädchen. Bei ihrem Vater in Tennessee, wo niemand sie kennt, möchte sie ein neues Leben beginnen. Zunächst scheint das auch zu klappen: Plötzlich gibt es Freundinnen statt Mobbing und bewundernde Blicke von Klassenkameraden. Doch dann verliebt sich Amanda. So richtig. Mit Grant erlebt sie eine wunderschöne Zeit. Er vertraut ihr und eigentlich will Amanda auch ihm vertrauen und ihm von ihrem früheren Leben erzählen. Nur wie? Amanda setzt auf Zeit – ein gefährliches Spiel. (dtv)

 

Meine Meinung

Etwas das in den letzten Jahren auffällt ist, dass sich Autoren immer öfter mit LGBT Charakteren auseinandersetzen. Meredith Russo bringt in dem Buch viele ihrer eigenen Erfahrungen oder Gedanken ein, die sie selbst als Transgender gemacht hat.
Bei „Als ich Amanda wurde“ lernt man ein Mädchen kennen, das einen Neustart  im Leben wagt. Aus Sicht einer Transgender Figur merkt man erst, wie schwierig es einem Gesellschaft und Mitmenschen oft machen. Es ist manchmal schon eine Herausforderung sich selbst zu finden, zu akzeptieren und mit den eigenen Gedanken oder Gefühlen fertig zu werden, um dann zusätzlich noch mit denen anderer konfrontiert zu werden. Noch dazu zeigen Leute in mancher Hinsicht eine Engstirnigkeit und Gewalttätigkeit, wenn es um etwas geht, das sie nicht verstehen oder kennen.

„Meine Finger waren schon ganz taub vor Kälte, aber die Hauptfigur in meinem Spiel hieß Amanda und war schön und stark und es beruhigte mich, ihr dabei zuzusehen, wie sie die Monster tötete.“ (S. 59)

Als Leser begleitet man Amanda bei dem Wechsel auf eine neue Schule, wo sie keiner als ehemaligen Jungen erkennt. Sie wirkt zu Beginn noch sehr schüchtern und hat Angst, jemand könnte ihr ihre Vergangenheit ansehen und in ihr den Jungen sehen. Sie entwickelt aber eine enorme Stärke und ist damit auch eine Figur, die meiner Meinung nach anderen Jugendlichen mit ähnlicher Geschichte Mut macht. Ich habe Amanda jedenfalls sehr schnell lieb gewonnen und das Buch bietet dem Leser auch eine andere Sicht der Dinge.
Abgesehen von der Transgender Thematik ist das Buch jedoch ein typisches Jugendbuch und Highschool Hintergrund. Es geht um Familie, Freundschaft und die erste Liebe.

 

Fazit

Das Buch ist spannend aufgebaut, sodass man auch zügig durchkommt. Und obwohl ich dachte, dass es sehr vorhersehbar sein könnte, haben mich doch einige Ereignisse überrascht. Mit ihrem Nachwort rundet die Autorin Meredith Russo ihre Geschichte noch einmal sehr gut ab. Ein unglaublich interessantes schönes Buch, das man gelesen haben sollte.

5-sterne

Einen großen Dank an den dtv Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Hier bei der Buchstabenstadt legen wir aber großen Wert auf eine eigene Meinung, sodass meine Rezension unbeeinflusst bleibt.

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