Ava Reed – For Good

2017-07-19 17.56.51

Was würdest Du tun, wenn Du das verlierst, was Deinem Leben einen Sinn gab?
Das, was Du mehr als alles andere auf dieser Welt geliebt hast. Würdest Du aufgeben?

Nach dem Tod ihrer großen Liebe Ben, beginnt Charlie in Trauer zu versinken.
Immer wieder erinnert sie sich an die vergangenen Zeiten, in denen sie ihn kennen- und lieben lernte.
Doch der Verlust droht sie zu ersticken und blind zu machen für das, was das Leben ausmacht.
Charlie zieht sich völlig zurück und beginnt zu verstehen, dass nichts je wieder so sein wird wie es einmal war.

Meine Meinung

Auf dieses Buch wurde ich durch die liebe Lena von expectobooktronum aufmerksam. (Hier mal ihren YouTube Kanal, sehr zu empfehlen =)).

Man weiß eigentlich schon von Anfang an, dass dieses Buch kein wirkliches Happy End haben wird. Denn Charlies große Liebe Ben ist tot und man taucht als Leser nun in ihre graue trübe Welt hinein. Man begleitet Charlie durch die Zeit nach Ben’s Tod.
Wie sie es verkraftet, wie es mit ihrem Leben weitergeht und ob sie aus dieser Trauer wieder rausfindet. Diese Kapitel hinterlassen ein sehr bedrückendes Gefühl beim Lesen. Denn durch die Erzählweise von Ava, ist die Trauer von Charlie wirklich greifbar.
Und das sagt schon einiges aus, dass solche Wörter einen in solch eine Stimmung versetzten können. Während dem Lesen habe ich öfter gehofft, dass alles nur ein schlimmer Albtraum ist und Ben irgendwann wieder vor der Tür steht. Leider vergeblich.
Aber die Geschichte wird nicht nur in der Gegenwart erzählt, sondern die Kapitel wechseln sich ab, sodass man auch die Entstehung von Charlies und Bens Liebe erfährt. Und diese Abschnitte, stecken so voller Leben und machten so viel Spaß zu lesen, dass es umso tragischer war, als man wieder in die Gegenwart katapultiert wird. Vor allem Ben ist von Beginn an sympathisch und harmoniert perfekt mit Charlie. Und man würde so viel mehr über deren Liebe und deren Leben erfahren.

Ava schafft die Wandlung zwischen einer unglaublichen schönen Liebesgeschichte und der harten und tragischen Realität.
Auf der einen Seite lacht man mit den Charakteren und auf der anderen fühlt man die Trauer und den Schmerz.

Ich kann jetzt nicht wirklich behaupten, dass mir das Buch indem Sinne gefallen hat, dass ich es immer wieder lesen würde und es mir beim Lesen einfach Freude macht, denn dafür war es zu betrügend.
Aber der grandiose und einfache Schreibstil, sowie die tollen Charaktere haben definitiv einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Und es muss nicht immer alles ein gutes Ende haben, damit es ein gutes Buch ergibt, was „For good“ definitiv ist.
Einziges Manko, wäre das Ende. Es war für mich ein wenig zu klischeehaft, aber es passte doch zum Rest.

Fazit

Ein Buch das bewegt und man selbst überlegt, was wäre wenn man sich selbst in solch einer Lage befindet. Es muss nicht unbedingt der Partner sein, aber ein geliebter Mensch, der einen über Jahre hinweg begleitet. Man verschiedene Momente mit diesen teilt und dieser dann plötzlich nicht mehr da ist. Eigentlich etwas, worüber man nicht nachdenken möchte, aber einem zeigen soll, dass man die Menschen um sich nicht als selbstverständlich sehen soll. Sondern jeden Moment mit ihnen genießen soll.

4-5-sterne

Danke Ava für so ein schönes und trauriges Buch zugleich.

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