Mary Kubica – Don’t you cry

20170709_142846

Eines Nachts verschwindet die junge Studentin Esther Vaughan spurlos aus ihrem Appartement in Chicago. Ihre Mitbewohnerin Quinn findet nur einen mysteriösen Brief, der vor die Frage stellt, wie gut sie die vermeintlich brave Frau wirklich kennt. Als sie dann noch erfährt, dass schon längst per Anzeige nach einer Nachmieterin für ihr Zimmer gesucht wird, bekommt sie langsam Angst. Quinn beginnt zu recherchieren: Was ist eigentlich aus dem Mädchen geworden, das vorher mit Esther zusammengewohnt hat? Je mehr sie erfährt, desto mehr bringt Quinn sich in tödliche Gefahr (Klappentext).

Meine Meinung

Dieses Buch wurde mir vom Harper Collins Verlag zur Verfügung gestellt. Hierfür vielen Dank.
Mehr zu dem Buch findest du hier.

Als Leser verfolgten wir zu aller erst Quinn, die nach einer langen Partynacht in ihrem Zimmer aufwacht. Dass ihre Mitbewohnerin zu diesen frühen Stunden nicht mehr in der WG ist, ist zunächst nichts Ungewöhnliches. Aber als es nach einigen Stunden, immer noch keine Lebenszeichnen von Esther gab, macht sich Quinn langsam sorgen. Vor allem findet sie das Handy ihrer Mitbewohnerin und auch sonst sieht es aus, als ob Esther nicht vor hatte zu verschwinden. Als aber eine Interessentin für das WG Zimmer anruft, kommt Quinn ins Grübeln. Wieso sucht Esther hinter ihrem Rücken eine neue Mitbewohnerin? Klar sie ist keine Vorzeigefreundin, aber deshalb gleich rauswerfen? Auch findet Quinn Briefe, die erahnen lassen, dass Esther doch nicht das brave Mädchen ist, was sie vorzugeben versucht. Quinn findet immer mehr dunkle Seiten an ihrer vermeintlichen Freundin…

Quinn ist hierbei nicht die typische Heldin. Sie ist, sagen wir es mal so speziell und man würde sie nicht unbedingt gerne als Mitbewohnerin haben. Sie zahlt nicht pünktlich die Miete, isst das Essen anderer weg und auch mit Ordnung hat sie es nicht so. Auch so ist sie ziemlich launisch und sehr reserviert und nörgelt viel und gerne. Anfangs hatte ich hier noch meine Schwierigkeiten mit ihr, aber das legte sich mit der Zeit. Ist mal ein erfrischender anderer Charakter. Und doch trotz ihrer Macken, macht sie sich Sorgen um ihre Freundin, und versucht alles, um diese zu finden.

Neben Quinns Sichten, wechseln die Kapiteln auch zu der Sicht eines gewissen Alex. Ein junger Kellner, der eines Tages auf eine Kundin aufmerksam wird. Ein junges Mädchen, das ihn von Anfang an fasziniert. Das Interessante hierbei ist, dass man als Leser keine Ahnung hat, wer dieser Alex ist und wie man diese zweite Geschichte, die sich im Laufe der Zeit eigenständig entwickelt, mit der eigentlichen Geschichte rund um Quinn und Esthter verbinden soll. Hat dieses faszinierende Mädchen was mit Esther zu tun oder weiß dieser Alex mehr?
So hat man im Ganzen zwei separate Geschichten, die sich scheinbar unterschiedlich entwickeln und zunächst nicht viel miteinander zu tun haben. Denn auf der einen Seite sucht ein Mädchen deren Mitbewohnerin. Und auf der anderen Seite haben wir einen Jungen, der sich in ein Mädchen verguckt und zudem einer dunklen Familiengeschichte auf der Spur ist.

Natürlich fügen sich diese zwei Geschichten irgendwie zusammen und zu Beginn war ich noch etwas skeptisch, aber hat mir am Schluss doch ganz gut gefallen. Ich hatte zwar von Anfang an eine Vermutung, zumindest was eine Sache angeht, die sich auch bewahrheitet hat. Aber doch konnte mich das eigentliche Ende überraschen und auch ein wenig überzeugen.

Obwohl, das Ende gut war, muss man leider auch sagen, dass einige Stellen einfach ihre Längen hatten. Und man zwar Informationen erfahren hat, aber irgendwie noch einiges drum herum passiert ist, was irgendwie so ein wenig den Wind aus den Segeln genommen hat. Auch war es keine Geschichte, die mich am Ende vom Hocker gehauen hat. Vor allem die Charaktere fand ich anfangs etwas schwierig und waren auch der Grund, wieso ich etwas brauchte, um in das Buch richtig reinzukommen. Schlussendlich war das Buch im Großen und Ganzen nichts Besonderes aber doch ganz unterhaltsam.

Fazit

Ein etwas leichter Thriller, der seine Längen hat. Auch wenn es keine Geschichte ist, die einem am Ende von dem Socken haut, war es doch unterhaltsam und fügte der Ganze Wirrwarr zu einem guten und überraschenden Ende.

3-5-sterne

Advertisements

Kommentieren

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s