Die Weisheit der Bienen – Jack Mingo

In den letzten Jahren ist die Biene immer mehr zum Indikator für den Gesundheitszustand unserer Umwelt geworden. Wenn es den Bienen gut geht, geht es auch der Natur und damit den Menschen gut. Denn Bienen tragen mehr für unsere Ernährung und unser Wohlergehen bei als jedes andere Wesen. Der Journalist und Hobby-Imker Jack Mingo hat mehr als eine halbe Million Bienen. Für ihn sind sie die besten Haustiere, die man sich vorstellen kann. Mingo vermittelt einen faszinierenden Einblick in dieses großartige natürliche Lebenssystem und möchte für die Bienen begeistern, denn nur so können wir auch mithelfen, sie zu bewahren. (Goldmann Verlag)

Meine Meinung

Jack Mingo geht mit sehr viel Witz und Lockerheit an das Thema Biene ran. Als Hobbyimker erklärt er wie es zu seiner Leidenschaft für diese kleinen Tiere kam, gibt teilweise Tipps zur Bienenzucht und teilt seine eigenen Erfahrungen.
Das Buch ist eine interessante Mischung aus Informationen rund um die Biene und einer spannenden Erzählung. Man lernt viel dazu und bekommt dadurch einen ganz neuen Blick für die Natur. Im Zentrum seines Buches steht dabei die These, dass Bienen die besseren Haustiere sind, was er im Laufe des Buches immer wieder argumentiert.

„Drohnen sind die wenigen Männchen in einem Bienenstock. Ihre Rolle interpretieren sie als verwöhnte Gigolos, die herumhängen, nichts tun und von der Arbeit ihrer Schwestern leben.“ (Mingo, S. 29)

Was mir an Jack Mingo am meisten gefallen hat, ist seine Art Fakten in Worte zu packen und dem Leser dadurch auf spielerische, lustige Weise zu vermitteln, so werden die männlichen Drohnen zu Gigolos und die Wächterbienen zu Türstehern.
Neben all den witzigen Vergleichen und Erklärungen greift Jack Mingo aber auch ernstere Themen, wie das Bienensterben und Bedrohungen durch Parasiten auf.

„Wenn die Biene vom Antlitz der Erde verschwindet, hat die Menschheit nur noch vier Jahre zu leben.“ (Albert Einstein zugeschrieben)

Seit dem Buch weiß ich auch, dass dieses Zitat nur fälschlicherweise Albert Einstein zugeschrieben wird. Aber selbst wenn die Aussage von unbekannter Quelle stammt, steckt dahinter doch ein  wahrer Kern. „Die Biene“ ist essentiell für die Blütenbestäubung und damit wichtig für das ganze Ökosystem. Man sieht viel zu vieles um sich herum als Selbstverständlichkeit an. Auch die Biene. Erst wenn man dieses kleine faszinierende Geschöpf immer seltener sieht und sich über dessen Rolle für die ganze Welt bewusst wird, lernt man diese Kleinigkeiten zu schätzen und über die wirklich wichtigen Dinge des Lebens nachzudenken.

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Das Buch eignet sich auch als Beilektüre für „Die Bienen“ von Laline Paull sehr gut. Ich zumindest habe die Bücher parallel gelesen und man erhält dadurch ein umfangreiches Verständnis für die Vorgänge in einem Bienenstock.

Fazit

Ein Buch für Bienenliebhaber, solche die es werden wollen.. kurz gesagt: für jeden. Ein Buch mit interessanten Fakten rund um das sozialste Tierchen der Welt, das richtig gut geschrieben und aufgebaut ist.
Gerade weil es immer weniger Bienen gibt, sollte man sich an dieser Stelle auch mit dem Begriff „Nachhaltigkeit“ auseinandersetzen.

 

5-sterne

 

Auch noch ein herzliches Dankeschön an den Goldmann Verlag der Randomhouse Verlagsgruppe für das Rezensionsexemplar.

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